
Aus der Newsgruppe "maus.talk.ufos" - Thema: "Glühbirnen" von Dendera. Datum: 18. Mai 1995
Newsgroups: maus.talk.ufos
Von: Frank_Doernenb...@do2.maus.de (Frank Doernenburg)
Datum: 1996/05/18
Betreff: Re: WDR3: Pyramiden
Hi!
Tja, da meinst Du diese berühmten Dendera-Bilder mit den seltsamen Gebilden oben drauf. Die stammen aus einer Zeit weit über 2000 Jahre nach dem Pyramidenbau, als Ägypten von den Ptolemäern regiert wurde (nach der Eroberung durch Alexander um 300 v. Chr!!). Ich möchte dazu ausnahmsweise mal keine Ägyptologen zitieren, da die die Dinger auch nicht erklären können - wie so oft ist es bei ihnen mal wieder einer der berühmten "zeremoniellen Gegenstände", was sie auch immer meinen. Bekannt ist, daß die Babylonier schon weit vor dieser Zeit Batterien hatten. Diese lieferten allerdings nur ca. 5m mA bei 0,5 V, zum Betieb einer Glühlampe waren sie ungeeignet. Das Prinzip dieser "Kolben" sieht allerdingseindeutig nicht nach einer Glühlampe aus, sondern nach einer Plasma- oder Glimmentladungslampe. Nur ist für eine Glimmlampe Hochspannung notwendig, Batterien helfen da auch nichts. Sie mußten die Spannungen irgendwie hochtransformieren können.
Vom *Aussehen* her könnte man also durchaus argumentieren "Glimmlampe". Aber es gibt Dinge, die dagegen sprechen.
1. Fundsituation
Aus dem neuen Reich hat man jede Menge Funde aller Art. Geschirr, ganze Siedlungen, Tempel mit Inhalt, Grabstätten und so weiter. Aber man hat keines dieser Geräte gefunden.
2. Technik
Aus Ägypten sind keine Batteriefunde bekannt. Ägypten war eisenlos (erste dokumentierte Verwendung um 600 v. Chr!!!), daher waren Generatoren mit Eisenkern oder Magnet schlichtweg unmöglich. Um Hochspannung zu erzeugen wäre zumindest ein Wechselstromgenerator und Transformator notwendig gewesen, dafür kilometer von Kupferdraht. Nichts davon wurde bislang gefunden oder skizziert. Glüh- und Glimmlampen funktionieren nur im Hochvakuum oder mit bestimmten Gasgemischen. Die Glastechnik der Ägypter war nicht in der Lage, Gläser zu produzieren die so Druckfest waren, ein Vakuum beherbergen zu können. Erst recht nicht in der Größe wie auf den Reliefs dargestellt. Wie sollte das Vakuum erzeugt werden? Die einzige Methode im 17. Jahrhundert war mit Quecksilber - das war den Ägyptern unbekannt. Um eine Lampe herzustellen ist umfangreiches Wissen erforderlich, eine zufällige Erfindung ist absolut nicht möglich. Es müssen zuvor die wesentlichen Gesetze der Elektriität und die chemische Zusammensetzung und Reaktionen der Luft bekannt sein. Dazu muß man erst einmal anerkennen, daß Luft etwas anderes als "nichts" ist, und diese Erkenntnis kam erst in der Neuzeit (OK, einige griechische Philosophen vermuteten es schon früher, diese Erkenntnis setzte sich aber nicht durch). Die Glühlampe wurde von Edison erfunden, weil er die Ohmschen Gesetze und die erforderlichen Rahmenbedingungen (Oxidation etc) kannte, Glimmlampen setzen die Kenntnis von Ionisation voraus. Aufzeichnungen darüber aus Ägypten sind nicht bekannt, die "höchsten" wissenschaftlichen Papyri, z.B. Rhind, behandeln gerade mal Grundbegriffe der Geometrie. Im Gegenteil, die Ägypter kannten keine Naturwissenschaft in unserem Sinne. Die ägyptische Kultur war sehr pragmatisch angelegt, eine Ähnlichkeit mit den Ferengi ist nicht abzustreiten ;-)
Was Pofit brachte war gut, alles andere unnützer Zeitvertreib.
3. Konstruktion
Die Ägypter besaßen weder Technik noch Wissen, um Geräte wie dort vermutet zu bauen. Somit könnten sie nur von außen kommen, Stichwort Astronautengötter.
Heutzutage baut aber niemand Lampen die drei Meter lang sind. Auch Götter dürften Taschenlampen wohl eher mit kleinen Halogenlampen ausstatten, und völlig anders aussehende Gasentladungslampen für Flächenbeleuchtung nutzen (Leuchtstoffröhren!). Das Konstruktionsprinzip der Glimmentladung, das aus der abgebildeten Form eindeutig geschlossen werden kann, erzeugt kaum verwertbares Licht. Es wird bei uns nur in Form von Scherzlampen verwendet (die "flackernden" Elektrokerzen, glühende Herzchen etc). Es ist daher kaum anzunehmen, daß eine raumfahrende Zivilisation mit derartig unhandlichen Beleuchtungseinrichtungen herumreist.
Weit beeindruckender häte ich es gefunden, wenn Personen mit kleinen Stäben abgebildet worden wären, aus denen Licht austritt - das wäre ein Beweis!
Tja, das ist die Situation im Moment. Ich weiß das es unbefriedigend ist, aber mehr kann ich dazu nicht sagen. Ziehe jeder daraus seine eigenen Schlüsse.
Bye,
FD
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