Reaktionen

Einträge vom 3. Mai 2009 zu „Pyramidengeheimnisse?“ auf dem Forum „Rätsel der Vergangenheit“ von Frank Dörnenburg.

 

Dass es eine Reaktion auf meine Rezension geben wird, war zu erwarten. Ich hatte darin Frank Dörnenburgs Buch "Pyramidengeheimnisse?" aus verschiedenen Gründen dem parawissenschaftlichen Spektrum zugeordnet - und damit auch seinen Autor. Meine Rezension ist obendrein die einzige, die sich wirklich kritisch mit dem Buch auseiandersetzt und es nicht in den höchsten Tönen lobt, wie dies Dörnenburgs Freunde bei amazon.de tun. Übrigens auch das ganz typisch für Parawissenschaften - man erinnere sich nur einmal an die zahllosen himmelhochjauchzenden Rezensionen von mehr oder weniger grottenschlechten Büchern aus dem Bereich der "Paläo-SETI" im Mitteilungsblatt "Sagenhafte Zeiten" der A.A.S.

 

Kritik war und ist in parawissenschaftlichen Kreisen nicht erwünscht. Und wie reagieren Autoren solcher Bücher auf Kritik? Entweder gar nicht (wobei gelegentlich Hilfstruppen zum Austeilen verbaler Tiefschläge losgeschickt werden) oder selbst - dann aber unsachlich, und natürlich - ganz dem parawissenschaftlichen Spektrum zugeordnet - unter Beimischung von allerlei Unfug, Halbwahrheiten etc.


Und genauso reagiert Autor Frank Dörnenburg auf die Rezension seines Buches - damit entpuppt er sich zugleich als Parawissenschaftler. Schauen wir, was er so alles von sich gegeben hat. 

 

Eintrag 1:

Witzigerweise erwähne ich Haase überhaupt nicht, und wenn ich nicht irre behaupte ich weder im Buch noch auf meiner Seite, dass ich irgend etwas als erster erkannt habe.
Haase ist Richters Idol, und ihn fuchst es, dass ich ihn nicht zitiere. Nur: Das Buch entstand zwischen 1995 und 1997, da gab es noch keine Bücher von Haase, die ich hätte zitieren können. Das Erste in dem am Rand Themen erwähnt werde die in meinem Buch sind erschien nach der Abgabe meines Manuskripts.
Bei Dendera meckert er auch darüber, dass ich nicht auf Pössel verweise. nun, sowohl der Dendera-Teil meines Buchs als auch das Dendera-kapitel meiner Webseite existierten lange vor Pössels Buch. Während er daran schrieb, kontaktierte er mich sogar und fragte nach Details. Warum soll ich also etwas zitieren was nachweislich später als das Original erschien? :D
Damals erschien das Buch nicht, und für diese Auflage habe ich es nur da erweitert wo es Änderungen gegeben hatte, also z.B. zur Ur- und Frühgeschichte. Der Bereich ist komplett neu geschrieben worden, und auch das Baumodell zur Spiralrampe.
Ich sehe nicht, welche so dringende neuen Informationen ich aus späteren Haase-Aufsätzen und Büchern, oder aus dem Sokar hätte entnehmen können (zumal die Haase-Bücher lediglich Sekundärliteratur sind), aber das mit dem Ärger über nicht-Verwendung von Informationen die man nicht benötigt hatten wir schon mal :D
Ach ja, Richter hatte diese Rezension auch schon auf Amazon, aber da gabs wohl einige Proteste anderer Leser, und nach 3 Wochen war sie wieder gelöscht.

 

Kommentar: Aha - Haase ist mein Idol. DAS erklärt natürlich alles! Ich mache mir die Welt, wie sie mir gefällt!

 

Dass Dörnenburgs Buch zwischen 1995 und 1997 mit dem Inhalt entstand, wie es 2009 im Verlag Patrick Brose veröffentlicht wurde, ist Legendenbildung. Ich denke, ich habe in meiner Rezension (auch anhand des Pyramiden-FAQ von Dörnenburg aus dem Jahr 1995) ziemlich klar nachgewiesen, dass Dörnenburg 1995 (auf dieses Jahr spielt er ja auch in seinem Buch ja an) noch gar nicht den Kenntnisstand hatte, den er in seinem Buch behauptet. Dass ich ihn mit Zitaten aus seinem Pyramiden-FAQ vorgeführt habe, verschweigt er geflissentlich. Es mag zutreffen, dass Dörnenburg Markus Pössel Hinweise gegeben hat, als dieser sein Buch "Phantastische Wissenschaft" geschrieben hat. Nur: Dieses Buch ist 2000 herausgekommen, das Manuskript dürfte also 1999 fertig gestellt worden sein. Wenn Dörnenburg in seinem Buch aber auf seinen (vermeintlichen) Kenntnisstand aus dem Jahr 1995 verweist, muss er sich daran festhalten lassen. Und über welchen Kenntnisstand Dörnenburg 1995 hinsichtlich der sog. "Glühbirnen von Dendera" verfügte, kann man hier nachlesen.

 

Übrigens sei darauf hingewiesen, dass Dörnenburg Ende der 90er Jahre ein Buchmanuskript (das auf seinem Pyramiden-FAQ basiert) eingereicht hat - dieses wurde aber vom Verlag nicht angenommen. Offenbar ist das Manuskript dann auf dunklen Kanälen zu Erdogan Ercivan, einem dem Spektrum der Paläo-SETI angehörenden Buchautor gelangt. Ercivan schrieb auf dem ehemaligen Forum Dörnenburgs bei "parsimony.net" unter der Überschrift "Forum für erfolglose, dicke und frustrierte Forscher":

 

"Dörnenburg hat selbst 1996 ein Manuskript verfasst. Darin spricht er mit der Göttin Maat über seinen hauseigenen Fernseher, bis er dann aufwacht und feststellt ALLES NUR EIN TRAUM!!! (...) Im übrigen am Rande: weit und breit im Manuskript keine Behandlung von der Kartuschenfälschung Sitchins zu entdecken! Also doch nur bei Michael Haase abgekupfert?"

 

Nun ist Ercivan nicht gerade ein Garant für seriöse Informationen, aber in punkto Einleitung hat er recht, denn genau dieselbe findet sich in "Pyramidengeheimnisse?" (S.7). Dafür, dass der Hinweis mit Sitchin stimmt, spricht immerhin der Umstand, dass sich auch aus Dörnenburgs Pyramiden-FAQ von 1995 nichts Gegenteiliges ergibt und Michael Haase seine umfangreiche Widerlegung von Sitchins Spekulationen erst in Ausgabe 3/1996 des Magazins G.R.A.L. veröffentlicht hat. Erst danach finden sich dann auch auffällige Übereinstimmungen zwischen Haases Argumentation und der damaligen Homepage von Dörnenburg.

 

Wie gesagt: Wir gehen von Dörnenburgs Kenntnisstand im Jahr 1995 aus!

 

Dörnenburgs Einstellung zum Zitieren ist mehr als merkwürdig und offenbart einmal mehr den Parawissenschaftler: Selbst wenn Dörnenburg schon vor Pössel die Informationen zu Dendera zusammengesammelt haben sollte, bricht ihm gewiss kein Zacken aus der Krone, wenn er Pössel dennoch zitiert. So etwas gehört sich nicht nur, es zeichnet auch ein gutes Sachbuch aus.

 

Zutreffend ist die Bemerkung zu meiner Rezension bei amazon.de - die hatte ich allerdings deshalb gelöscht, um sie zu überarbeiten. Leider hat sich amazon danach geweigert, sie wieder online zu stellen. Offenbar war sie doch zu kritisch? Es wäre nicht das erste mal, das amazon so verfährt (bei mindestens einem Buch von Zillmer passierte ähnliches). Was die Proteste "einiger Leser" angeht: Amazon bietet Kunden die Möglichkeit, zu Buchrezensionen Stellung zu nehmen - in der Hoffnung, dass sich zu bestimmten Büchern Diskussionen von Kunden über das Buch und die Rezension entwickeln. Hier hatten sie einige "kritische" Stimmen verewigt - aber nicht von irgendwelchen Lesern, sondern aus Dörnenburgs Fanclub, der sich auch auf seinem Forum "Rätsel der Vergangenheit" tummelt und der - wenn man sich Dörnenburgs Seiten bei "wer-kennt-wen" und "Faceboook" anschaut, auch dort unter seinen Freunden auftaucht. Bestellte Claqueure, die im wesentlichen unsachliche Kommentare abgaben.


Eintrag 2:

Haase hat sich, wenn ich nicht irre, lediglich zur Cheops-Kartusche geäußert, und da bestand seine Äußerung bevor mein Manuskript abgegeben war (Anfang 1996 - danach gabs nur noch kleine Änderungen auf Verlagswunsch) ungefähr aus "Ich habe Fotos der Kartusche gesehen, da ist kein Schreibfehler". Zu der Zeit hatte Martin Stower aus England, den ich im Buch nenne, bereits weit ausführlichere Ausarbeitungen, und er und ich werkelten in der Zeit zusammen an einer ausführlichen Widerlegung, z.B. mit dem Horusnamen, den Journalauszügen von Vyse und und und. Fakt ist schlicht: Ich habe nichts von Haases Material an der Stelle verarbeitet, da ich Besseres zur Verfügung hatte, warum soll ich ihn da nennen?
An was anderes kann ich mich wirklich nicht erinnern - er hatte glaube ich auch mal was numerologisches angesprochen, Pi, aber das war auch schon nachdem ich selbst dazu was ausgearbeitet hatte, was er aber zu unwissenschaftlich formuliert fand, und wenn müsste man Borchardt nennen, der 1922 eine ausführliche Schrift zu den Zahlenrätseln erstellt hat. Oder Kingsland, der in den 30ern etliche Rätsel enträtselte (und den habe ich auch angegeben).
Der Punkt ist der: Ich verwende wo möglich Primärquellen, und die meisten Aufsätze und die Bücher von ihm bereiten lediglich Informationen anderer Autoren auf - da greife ich doch lirber auf die Original-Autoren zurück :)
Einen Aufsatz von Haase habe ich in meinem Buch verwendet, und den habe ich auch genannt, über den Felskern der Pyramide. Das war die einzige hilfreiche Information die ich für das Buch gebrauchen konnte und wo er der Urheber ist. Ansonsten klagt Richter, dass ich aktuelle Literatur ignoriere, nämlich den Sokar. Naja, ich hab die meisten Sokars hier, da steht aber nichts drin was ich für mein Buch hätte verwenden können. Da sind wir wieder bei dem Punkt: Warum soll ich was verwenden, was ich nicht brauche?

 

Kommentar:  Auch hier wieder Legendenbildung. Was über Haases Kommentar zur Cheops-Kartusche geschrieben wird, ist Unsinn, denn es war schon deutlich mehr als nur die Feststellung, es sei kein Schreibfehler vorhanden. Und was Martin Stower - übrigens paralell zu Haase - über die Kartuschenfälschung herausgefunden hatte, unterscheidet sich davon wesentlich, denn Stowers Beweisführung war eine völlig andere. Stowers Webseite, auf der er seine Argumentation gegen Sitchins Fälscherthese veröffentlicht hat, existiert leider nicht mehr, doch kann man seine Argumentation gegen Sitchin hier nachlesen.

 

Jedenfalls ist es schlichtweg nicht wahr, dass Stower und Dörnenburg bereits 1996 - noch bevor Haase seinen GRAL-Artikel veröffentlicht hatte - an einer Widerlegung der Fälscherlegende gearbeitet haben. Wie gesagt: Als Haase seinen GRAL-Artikel schrieb, ging Dörnenburg noch davon aus, dass Sitchin wohl recht hatte mit seiner Fälscherthese, und die Vermutung liegt nahe, dass Dörnenburg erst auf der Grundlage von Haases Artikel in GRAL 3/1996 die Story auf seiner damaligen Homepage veröffentlichte - mit einer Argumentationsführung, die der von Haase übrigens verblüffend glich und die erst geändert wurde, nachdem von mehreren Seiten (auch von mir) auf die Ähnlichkeit zu Haases Argumentation hingewiesen wurde.

 

Mit dem Hinweis auf die Primärquellen soll wohl entschuldigt werden, dass die aktuelle Literatur zur Pyramidenforschung in Dörnenburgs Buch schlichtweg unter den Tisch fällt (und dass bei jemandem, der in Internetforen zu jedem Mist, der diskutiert wird, mit detaillierten Literaturangaben zur Hand ist). In dieses Schema gehört auch die Behauptung, in Sokar stünde nichts drin, was Dörnenburg für sein Buch hätte verwenden können. Damit ignoriert Dörnenburg nicht nur aktuelle Beiträge Haases zur Pyramidenforschung (was ihm vermutlich ziemlich egal ist), sondern auch Beiträge von Fachleuten aus Deutschland, Tschechien, Frankreich, den USA, Österreich und und und ...Oder verfügt Dörnenburg etwa zu guten Kontakten zu Museen und Fachleuten weltweit? Wird er zu Ausgrabungen eingeladen, zu wichtigen Fachkongressen? Wohl kaum, denn in der Fachwelt wird Dörnenburg gar nicht wahrgenommen.

 

Es spielt hier wohl Neid eine entscheidende Rolle - Neid auf Michael Haase, der seit Anfang der 90er Jahre konsequent eine Mär nach der anderen, die in der Prä-Astronautik über die altägyptische Kultur (insbesondere die Pyramiden) aufgekommen ist, entlarvt hat - und zwar zunächst in der von ihm herausgegebenen Zeitschrift G.R.A.L., später dann in Büchern. Schließlich gibt der Betreffende dann auch noch mit "Sokar" die einzige deutschsprachige Fachzeitschrift über das ägyptische Pyramidenzeitalter heraus, die von Ägyptologen auf der ganzen Welt gelesen wird und bei der hochkarätige Autoren wie Rainer Stadelmann, Peter Janosi, Miroslav Verner, Günter Dreyer, Roman Gundacker, Wolfram Grajetzki, Miroslav Barta, Denys Stocks und viele andere Schlange stehen, um ihre Beiträge unterbringen zu können. Und es darf nicht vergessen werden, dass Michael Haase regelmäßig Beiträge für "Antike Welt" und "Archäologie in Deutschland" schreibt, in denen er sich der aktuellen archäologischen Erforschung der ägyptischen Pyramiden widmet. Das Spielfeld, auf dem sich Dörnenburg so gerne tummeln möchte, ist also besetzt.

 

Aber Frank Dörnenburg möchte dennoch der erste sein, der die Pyramidenrätsel entlarvt hat. Was tut man also? Man schweigt den tot, der einem den "verdienten" Platz  wegnimmt, setzt sich auf dessen Erkenntnisse drauf, macht sie sich zu eigen und konstruiert sich durch Legendenbildung eine eigene Wirklichkeit, um wenigstens den eigenen Fanclub beisammenzuhalten.

Wer sich als Kritiker gegen diese Legendenbildung wendet, der wird niedergemacht, sei es durch Verbalinjurien oder mit Sprüchen wie"Der betreffende Autor X ist ein Idol meines Kritikers Y ..."  - mit anderen Worten: kann man nicht ernst nehmen. Interessant ist übrigens, dass Dörnenburgs Fans so reagieren, wie er es mir im Umgang mit Michael Haase vorwirft: Dörnenburg ist das Idol dieser Leute, und dieses Idol kritisiert man nicht. 

 

Wie in der Rezension schon festgestellt: Dörnenburgs Buch "Pyramidengeheimnisse?" ist nicht etwa ein Sachbuch, das sich kritisch mit parawissenschaftlichen Spekulationen zu den ägyptischen Pyramiden auseinandersetzt und etwa mit Pössels "Phantastische Wissenschaft" vergleichbar ist, sondern ist - wie der Autor - dem parawissenschaftlichen Spektrum zuzuordnen. Insofern ist die Behauptung von Dennis Kirstein, Frank Dörnenburg sei der Skeptiker der Skeptiker, nicht zutreffend.

 

K. Richter, Berlin den 18. Januar 2010

 

Link: Who build the Great Pyramid, by Jason Colavito - eine Zusammenfassung von Martin Stowers Wiederlegung von Sitchins Fälscherlegende

 


Nachtrag (17. Januar 2010):

Auf dem Forum "Allmystery" schrieb Dörnenburg anlässlich einer Diskussion über sein Buch und die Rezension auf dieser Homepage am 4. Januar 2010:

 

"Blöderweise kann mir Richter keine sachlichen Fehler nachweisen, sondern kotzt sich nur darüber aus, dass ich sein Idol Michael Haase ignoriere - lesen und verstehen ist nicht so die Sache von einigen."

 

Keine sachlichen Fehler? Nun, Dörnenburgs starker Bezug zur Integralrampe, die - wie man "Sokar" entnehmen kann - alles andere als sattelfest ist, lässt sich sicher in die Kategorie "sachlich" einordnen, auch das Ignorieren von Literatur, die seit 2001 erschienen ist. Und natürlich wieder die Mär von meinem großen Idol Michael Haase! Langsam ist es ermüdend, diesen Unfug zu lesen, aber darauf wird Dörnenburg wohl sein Lebtag herumreiten, weil er sonst nicht viel anderes hat. Aber greifen wir das mal auf: "dass ich sein Idol Michael Haase ignoriere" - tja, damit gibt er es dann wohl endgültig zu! Erst denken - dann schreiben!

 

Aber auch hier wieder Augenwischerei: Dass ich ihm vorwerfe, er ignoriere Literatur seit 2001, dass ich ihm vorwerfe, er unterschlage Pössel und ignoriere Siebenhaar, dass ich ihm vorhalte, er schwindele die Leser bezüglich seines im Buch behaupteten Kenntnisstandes von 1995 an - das erwähnt er schon gar nicht mehr, weil ihn der Alptraum vom großen Haase-Fan Richter umtreibt. Dem ganzen die Krone aufsetzen möchte Dörnenburg dann mit folgendem Eintrag vom 9. Januar 2010 :

 

"Die Rezension ist (...) von einer etwas seltsamen Person, die einstmals bei der AAS (dem Däniken-Verein) Karriere machen wollte, damit auf die Nase gefallen ist und vom einen auf den anderen Tag zum größten Däniken-Hasser wurde und jetzt in der GWUP rumwuselt. Vor der Wende hatte er keine Ahnung, und nach der Wende hat sich nicht viel verbessert
Der ist auf eine bestimmte Person fixiert, und wer dieser nicht den gebührenden Respekt entgegenbringt ist eben ein Pseudo Daher kann ich die Rezension auch nicht ernst nehmen.
Lustigerweise müsste diese Person mit ihrem absoluten Szientismus ein rotes Tuch für all die Esos sein, aber in diesem Fall ist eben der Feind des Feindes ein Freund "

 

Wie ein richtiger Grenzwissenschaftler verdreht Dörnenburg hier so richtig schön die Fakten: Ich hätte mich von der A.A.S. abgewendet, weil diese meine Karriere dort geblockt hätte, so dass ich mich wie ein enttäuschter Liebhaber abgewendet und die Liebe zu Hass umgeschlagen wäre, den ich nun durch mein "Herumwuseln" bei der GWUP auslebe. Die Wirklichkeit ist: Nach dem Tod von Johannes Fiebag 1999 hätte ich durchaus in der A.A.S. Karriere machen können, denn dort suchte man jemanden, der die Lücke, die Johannes hinterlassen hatte, wenigstens zum Teil hätte schließen können. Ich war auf dem besten Weg dorthin, als mir rechtzeitig die Augen aufgingen und mir der ganze Schwindel hinter der sogenannten "Prä-Astronautik" endgültig klar wurde. Ich bin also nicht etwa zum Kritiker geworden, weil mir die A.A.S. die kalte Schulter gezeigt hat! Und dass ich den Weg zur GWUP finde und dort "herumwusele", wie Dörnenburg meint, ist dann eigentlich die zwangsläufige Folge. Übrigens: Ganz ohne Karrieregelüste ...

 

Spaßig finde ich auch, dass Dörnenburg meint, er müsse meine Rezension nicht ernst nehmen, weil ich so sehr auf Michael Haase fixiert sei. Was hatte ich oben geschrieben?

 

"Wer sich als Kritiker gegen die Legendenbildung wendet, der wird niedergemacht, sei es durch Verbalinjurien oder mit Sprüchen wie"Der betreffende Autor X ist ein Idol meines Kritikers Y ..."  - mit anderen Worten: kann man nicht ernst nehmen."

 

Bin ich ein Däniken-Hasser? Ich bin ein Däniken-Kritiker - aber hasse ich ihn deswegen? Nein, ich hasse EvD nicht. Warum denn auch - er hat mir gar nichts getan. Ehrlich gesagt habe ich auch wichtigeres zu tun als meine Energie darauf zu verschwenden, EvD zu hassen!